Ein sinnvoller Vergleich beginnt beim gesamten System. Wählen Sie kompatible Komponenten und vergleichen Sie anschließend die dokumentierten Betriebsgrenzen der genauen Variante. Diese allgemeinen Hinweise zeigen, worauf Sie achten sollten. Das jeweilige Produkthandbuch und seine Installationsanforderungen haben immer Vorrang.
Batterien verstehen
Stimmen Sie die Nennspannung und den Betriebsspannungsbereich der Batterie auf Wechselrichter und Ladegeräte ab. Die Angabe 12 V, 24 V oder 48 V bezeichnet eine Systemklasse; die Spannung bleibt beim Laden und im Betrieb nicht konstant. Prüfen Sie, welche Reihen- und Parallelschaltungen für die konkrete Batterie zulässig sind.
Vergleichen Sie den zulässigen Dauerentladestrom der Zellen oder des Batteriepakets mit dem Dauerstrom des BMS. Das BMS ist ein Schutzsystem. Seine Stromangabe allein bestimmt nicht den nutzbaren Dauerstrom der Batterie. Unterscheiden Sie zwischen maximalem und empfohlenem Ladestrom. Jede Spitzenstromangabe muss eine zulässige Dauer und die zugehörigen Betriebsbedingungen nennen.
Prüfen Sie den zulässigen Ladetemperaturbereich, den Schutz vor Laden bei niedrigen Temperaturen und mögliche Anforderungen an eine Heizung. Ein Entladetemperaturbereich gilt nicht automatisch auch für das Laden. Halten Sie die Quelle jedes Werts fest und unterscheiden Sie zwischen Hersteller- oder Lieferantenangaben und unabhängigen Prüfergebnissen. Beispiel einer Herstelleranleitung für Batterien, auf Englisch.
Wechselrichter verstehen
Prüfen Sie den DC-Eingangsspannungsbereich, die AC-Ausgangsspannung und Frequenz, die Dauerleistung und die Wellenform. Die Anlaufleistung kann von der Betriebsleistung abweichen. Eine Spitzenleistungsangabe ist daher nur zusammen mit ihrer Dauer und den zugehörigen Bedingungen aussagekräftig.
Der Leerlaufverbrauch in Watt ist die Leistung, die ein eingeschalteter Wechselrichter ohne angeschlossene Last aufnimmt. Vergleichen Sie ihn mit einem gegebenenfalls vorhandenen Standby- oder ECO-Modus. Der maximale Wirkungsgrad ist ein Bestwert: Suchen Sie nach Angaben bei Ihrer voraussichtlichen Last und der genannten Eingangsspannung sowie nach temperaturabhängigen Leistungsgrenzen. Beispiel für Wechselrichterdaten, auf Englisch.
Laden mit DC–DC
Prüfen Sie Eingangsspannungsbereich, Ausgangsspannung, Ausgangsstrom und Ladeprofil getrennt. Ein geregeltes DC–DC-Netzteil ist nicht automatisch ein Batterieladegerät. Stellen Sie sicher, dass Betriebsart und Einstellungen zur Batteriechemie und den dokumentierten Ladegrenzen passen.
Prüfen Sie beim Laden im Fahrzeug die Eignung für eine konventionelle oder intelligente Lichtmaschine, die Motorlauferkennung, die Begrenzung des Eingangsstroms und erforderliche Steueranschlüsse. Der Nennausgangsstrom des Ladegeräts allein sagt noch nichts über die Kompatibilität mit der Lichtmaschine aus. Beachten Sie auch Vorgaben zur galvanischen Trennung, zu Montageabständen und zur temperaturabhängigen Leistungsreduzierung im jeweiligen Handbuch. Beispiel einer DC–DC-Ladegeräteanleitung, auf Englisch.